
![]() Fortschritt dank ImpfungenWie steht es um die UN-Millenniumsziele im Bereich Gesundheit? Die Wochenzeitung „Die Zeit“ wollte es wissen und schickte ihren Redakteur Harro Albrecht nach Malawi im Südosten Afrikas. In der Ausgabe vom 18. März 2010 berichtet er von erstaunlichen Fortschritten („Impfstoff und Moskitonetz – Malawi, einer der ärmsten Staaten der Welt, kämpft erfolgreich gegen Krankheiten“).„Die Geschichte des Erfolgs beginnt mit den Kindern“, schreibt Albrecht und hebt insbesondere den umfassenden Impfschutz hervor. Nach Angaben des malawischen Gesundheitsministeriums sind fast 90 Prozent der Kinder geimpft u.a. gegen Masern, Diphtherie und Kinderlähmung. Mit Hilfe der Global Alliance for Vaccine and Immunization (Gavi) konnte Malawi in den vergangenen acht Jahren immer auf ausreichenden Impfstoff zurückgreifen. Dazu Albrecht: „Während 1990 noch ein Viertel aller malawischen Kinder ihren fünften Geburtstag nicht erlebte, waren es 2006 nur noch rund zwölf Prozent. Geht es so weiter, wird bis 2015 die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren um zwei Drittel gesunken sein. Damit wäre in Malawi das Millenniumsziel Nummer vier erreicht.“ In anderen Bereichen der Gesundheitsversorgung sieht es allerdings nicht so gut aus, einen Hauptgrund sieht der Journalist im Mangel an Krankenschwestern: „Bis zu 70 Prozent aller Schwesternstellen sind unbesetzt.“ Dagegen stehe der erkennbare Wille von Regierung, Behörden, Gesundheitsexperten und Ärzten durch Aufklärung zum Beispiel über Familienplanung die gesundheitliche Eigenverantwortung zu stärken. Entscheidend sei, so das Fazit des Beobachters aus Deutschland, „welche Breitenwirkung in einer Gesellschaft das Streben nach ein wenig mehr Gesundheitsfürsorge haben kann“. ![]() |
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