
![]() Afrika vor der Fußball-WM: Schlusspfiff für Polio "Kick Polio out of Africa" - die Kampagne mit der Verbindung von Fußball und Polio-Bekämpfung gibt es schon seit vielen Jahren, jetzt aber gewinnt sie eine neue Bedeutung: Im Juni 2010 trifft sich die Fußball-Welt erstmals zum WM-Turnier in Afrika. Dieses Ereignis wollen die Rotary Clubs auf dem Kontinent dazu nutzen, die Popularität des Fußballsports erneut für den Kampf gegen die Kinderlähmung einzusetzen. Am 23. Februar 2010 wurde deshalb mit einem symbolischen Anstoß in Kapstadt ein von Erzbischof Desmond Tutu unterzeichneter Fußball auf die Reise durch Afrika geschickt. In den nächsten vier Monaten soll der Ball auf dem Weg nach Ägypten 22 Länder durchqueren. An den einzelnen Stationen wollen Rotary Clubs mit Aktionen auf den Sinn von Schutzimpfungen hinweisen.Sie knüpfen damit an an einen Aufruf, den Südafrikas damaliger Staatspräsident Nelson Mandela bereits 1996 auf dem Gipfeltreffen der Afrikanischen Union an die Delegierten gerichtet hatte. Damals sagte Mandela: "Wir rufen die Fußballspieler ganz Afrikas auf, ihren Einfluss für die Kampagne gegen Polio einzusetzen. Nur gemeinsame Anstrengungen werden zum Erfolg führen, diesen Virus, der so sehr einem Fußball ähnelt, aus Afrika und dann der ganzen Welt zu vertreiben." 14 Jahre später steht Afrika, was Polio-Infektionen betrifft, deutlich besser da. Nur noch in einem Land - Nigeria - sind die Einwohner akut von Infektionen bedroht. Auch wenn jüngste Entwicklungen zu großen Hoffnungen Anlass geben - seit August 2009 wurden aus Nigeria nur noch 13 Neufälle gemeldet -, kann jedoch noch keine Entwarnung gegeben werden, denn immer wieder verursachen Polio-Viren in offiziell bereits Polio-freien Nachbarländern neue Infektionen. 2009 waren davon 19 afrikanische Länder betroffen. Die aktuelle Kampagne basiert auf einer Vereinbarung zwischen Rotary und der African Football Confederation, die prominente Fußballspieler mit der Polio-Botschaft zu öffentlichen Auftritten schickt, Medien-Termine organisiert und zu Autogrammstunden einlädt. "Da die Welt in diesem Sommer auf afrikanischem Boden erstmals zu einer Fußball-WM zusammenkommt, laden wir alle Fußball-Fans, besonders die der teilnehmenden 32 Nationen ein, unsere Kampagne zu unterstützen", sagte RI Präsident John Kenny zum Kampagnenstart. "Ich glaube an die gemeinschaftsfördernde Kraft des Fußballs und dass wir diesen entscheidenden Treffer gegen einen hartnäckigen Gegner erzielen werden." Auf seinem Weg nach Ägypten und weiter zur RI Convention nach Montreal wird der Fußball auch bei Nationalen Impftagen (NID) Station machen, so vom 6. bis 8. März 2010, wenn in 19 Ländern in West- und Zentralafrika 85 Millionen Kinder unter fünf Jahren immunisiert werden sollen. (RI-Pressedienst/ms) 23.08.2010
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"Kick Polio out of Africa" - die Kampagne mit der Verbindung von Fußball und Polio-Bekämpfung gibt es schon seit vielen Jahren, jetzt aber gewinnt sie eine neue Bedeutung: Im Juni 2010 trifft sich die Fußball-Welt erstmals zum WM-Turnier in Afrika. Dieses Ereignis wollen die Rotary Clubs auf dem Kontinent dazu nutzen, die Popularität des Fußballsports erneut für den Kampf gegen die Kinderlähmung einzusetzen. Am 23. Februar 2010 wurde deshalb mit einem symbolischen Anstoß in Kapstadt ein von Erzbischof Desmond Tutu unterzeichneter Fußball auf die Reise durch Afrika geschickt. In den nächsten vier Monaten soll der Ball auf dem Weg nach Ägypten 22 Länder durchqueren. An den einzelnen Stationen wollen Rotary Clubs mit Aktionen auf den Sinn von Schutzimpfungen hinweisen.


